Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten von Stetten

 
     
Pfarrkirche zum Hl. Ulrich

Schutzpatron: Hl. Ulrich, Hl. Barbara

Die Kirche zeigt in der Barbarakapelle (rechtes Seitenschiff) noch gotische Bauelemente und ein Sakramentshäuschen aus dem 14. Jh. Das Presbyterium stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die barockisierte Kirche wurde 1903/04 um die Orgelempore verlängert und um das linke Seitenschiff verbreitert. Die Innenausstattung wurde nach dem Zeitgeschmack durch den aus St. Ulrich im Grödental stammenden Altarbauer Josef Riefesser neugotisch umgestaltet. 1977 erfolgte die Innenrenovierung, 1990 die Außenrenovierung, 1999 wurde der neue Fußboden verlegt.

 

vorm Umbau:

Ulrichsbründl

Das Ulrichsbründl befindet sich am Himmelweg. Quelle für die 1. Wasserleitung Stettens bis zur "alten Schule" (Kirchenweg).

 

nach dem Umbau:

 

Kreuz/Rochuskapelle

Rochus oder Pestkapelle an der Strasse nach Seebarn. Erbaut von der Gemeinde im Jahre 1680 wegen Abwendung der Pest. Am Rochustag 16.8. bewegt sich nach dem Gottesdienst die Prozession hierher. Das Gelübde wurde 1680 abgelegt und im Cholerajahr 1836 erneuert. In den letzten Jahren nicht mehr durchgeführt. 1836 erkrankten von 479 Einwohnern 270 an Cholera, 42 starben in diesem Jahr.

 
Johanneskapelle

In der Mitte des Dorfes. Erbaut vermutlich 1710 von 2 bediensteten Frauen des Grafen Wilczek in Seebarn. Geweiht dem hl. Johannes Nepomuk, dem Dorfpatron. Kapelle im Barockstil gehalten, Tür und Fenster aus Lärchenholz. Renoviert 1856. An schneereichen Wintern wurde hier die hl. Messe gelesen.

 
Liebfrauen/Marienkapelle

Am Westausgang des Dorfes. Erbaut von Josef Zott; an deren Stelle war früher eine Mariensäule, erbaut 1855, die Statue der Unbefleckten aus Steinguß, versprochen, jährlich am Feste Maria Namen um ein Uhr nachmittags eine Prozession dahin abzuhalten (Heimatkunde von Br. Rudolf von 1923)
Hintergrund: Diese Kapelle wurde am Ort wo früher eine Mariensäule aus Steinguß stand zur Danksagung für die Errettung aus grosser Not errichtet.
Der Gemeindestier war ausgerissen und raste durch die Dorfstrasse. Zott Josef (Sepperl) rettete sich bei der Mariensäule hinter Sträuchern. Der Stier raste auf ihn zu, verfing sich aber in den Sträuchern und Zott war gerettet. Er entschloß sich aus Dankbarkeit an diesem Ort eine Kapelle zu errichten. Zott war kinderlos und verkaufte nach und nach alle seine Felder. Liebhart Johann, Stetten 39 (heute Hauptstr. 64 Anton Fürst) kaufte auch einige Äcker. Zott bat Liebhart, die Kapelle nach seinem Tod zu betreuen. Die übernommene Betreuung ging auf Tochter Katharina, verehel. Gruber, verehel. Fürst, über. Die Kapelle wurde in den 80 Jahren gründlich renoviert. 1976 wurde am Fest Maria Namen die gelobte Prozession von Pf. Dr. Josef Levit wieder aufgenommen. Zott Josef, gest. 1895 gehörte das Haus Nr. 59 (heute Hauptstrasse 24 Roman Pfaffl). Das Haus hatte verschiedene Besitzer und wurde 1922 von Pfaffl Roman erworben.



 
Dreifaltigkeitssäule
am Anger. Erbaut von A. Roschütz. Anton Kain hatte hiefür im Testament 600 Kronen bestimmt. 1902 am Dreifaltigkeitssonntag wurde die Säule eingeweiht. Wunsch des Spenders: Jährl. Prozession am Dreifaltigkeitssonntag nach dem Frühgottesdienst. Litanei, Gebete und ein Vaterunser für das Seelenheil des Gründers.
 
Kainsäule

Das Projekt Kain-Säule befindet sich bereits in der Endphase. In vielen Arbeitsstunden wurde die Säule saniert und grob- und fein verputzt. Die Hauptlast der Arbeiten lag bei unseren Mitgliedern Josef CHRISTIAN und Franz SEIFERT, die tagelang uneigennützig im Einsatz waren. Am 10. Dezember 2004 wurde auf der Kainsäule von den Herren Erwin WAGNER und Josef CHRISTIAN das Kupferdach erfolgreich aufgesetzt. Damit sind vorerst über den Winter die Arbeiten eingestellt. Im zeitigen Frühjahr werden bei günstigem Wetter die Bilder und das Kreuz angebracht und die Säule erhält ihren endgültigen Anstrich.

Ein Herzliches Dankeschön an die Herren!

 

 

Urbanus Marterl

Am Himmelweg, Weinwanderweg. Urbanus ist der Schutzpatron der Weinbauern.
Errichtet auf Initiative d. Fam. Karl Prinz auf deren Grundstück, gespendet im Rahmen einer Projektarbeit von der Berufsschule Langenlois.

Schön- oder Markuskreuz

am Feldweg entlang des Windschutzgürtels nach Harmannsdorf. im Schönkreuzfeld. Erbaut 1697 (Schlacht bei Zenta). Erneuert 1866. Eine Steinsäule aus Sandschleifstein mit 4 Abbildungen. Sie ist dem Evangelisten Markus geweiht, zu dessen Ehren an seinem Namenstag am 25.April in früheren Zeiten auch Prozessionen stattfanden. Renoviert 1991 und 2005 vom Dorferneuerungsverein generalsaniert. Der poröse Sandstein wurde hinterfüllt, gefestigt und mit einer speziellen Kalk-Sandmischung geschlämmt. Die Hinterglasbilder wurden von Frau Wilhelmine Leistentritt neu angefertigt und eine Kupfertafel wurde angebracht.